Manche Begegnungen wirken, als wären sie vorherbestimmt. Die von S.T. Dupont und Richard Orlinski gehört dazu. Auf der einen Seite ein Haus, gegründet im Jahr 1872, dessen Pariser Ateliers seit jeher Metall und Lack in begehrenswerte Objekte verwandeln. Auf der anderen Seite ein Bildhauer, dessen facettierte Werke fünf Kontinente erobert haben – und die Taschen jener, die sich nicht zwischen Kunst und Alltag entscheiden wollen.
Was diese beiden Welten verbindet, ist nicht sofort sichtbar. Oberflächlich scheint alles die präzise Handwerkskunst und die poppige Energie des Künstlers zu trennen. Doch gerade in diesem Spannungsfeld entsteht etwas Unerwartetes: die Überzeugung, dass ein Alltagsgegenstand die Kraft eines Kunstwerks tragen kann – und dass eine Skulptur ihren Platz in der Tasche finden kann.
Die Stücke
Fünf ikonische Objekte des Hauses betreten Orlinskis Atelier und verlassen es verwandelt. Das Ligne 2 Feuerzeug, das Line D Eternity Schreibgerät sowie die Modelle Biggy, Slimmy und Initial: Jedes wird zur Bühne eines Dialogs zwischen zwei visuellen Sprachen, die bislang getrennt waren.
Die Red-Linie bündelt die Ambition dieser Zusammenarbeit. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses verwendet S.T. Dupont eine gebürstete Goldoberfläche – ein neues Material, warm und fast rau im Blick. Auf dem Ligne 2 Feuerzeug zeichnet ein Netzwerk aus Metalllinien das Gesicht des Kong; darunter verleiht eine Guillochierung aus den Archiven der 1970er Jahre dem Lack eine spiralförmige Bewegung, als würde das Objekt atmen. Der Line D Eternity L Stift, erhältlich als Füllfederhalter oder Rollerball, setzt diese Formsprache in der Hand fort.
Für Liebhaber von purem Metall bieten die Versionen in Palladium und Gold eine zurückhaltendere Ästhetik: gebürstete, sandgestrahlte oder spiegelnde Oberflächen entfalten sich auf Feuerzeug und Stift und zeigen die technische Präzision der Ateliers. Das Licht trifft nicht – es gleitet, es verschwindet.
Die Feuerzeuge Biggy und Slimmy sowie der Initial-Kugelschreiber präsentieren sich in intensivem Chrom, akzentuiert durch orange oder blaue Lacke. Hier entfaltet das Kong-Motiv eine direkte, poppige Ausdruckskraft – für alle, die möchten, dass ihre Objekte sprechen.